Denkmalpflege

Historische Hotels neu entdeckt: Von Mallorcas Festung bis zum Palast an der Algarve heute

Von ehemaligen Kanonenstellungen auf Mallorca bis zu aristokratischen Palästen in Portugal: Fünf aussergewöhnliche Hotels zeigen, wie historische Architektur zeitgemäss neu interpretiert wird.Manche Orte haben schon viel erlebt, bevor sie zum Hotel werden. Sie waren Schauplätze politischer Entscheidungen, Zentren des Handels oder dienten einst der Verteidigung ganzer Küstenabschnitte. Heute verbinden sie ihre bewegte Vergangenheit mit zeitgemässem Design und modernem Komfort. Auf Mallorca werden ehemalige Kanonenstellungen zu privaten Suiten, in Málaga erwacht ein barocker Kaufmannspalast zu neuem Leben und in Marrakesch schreiben renommierte Designer die Geschichte einer hundertjährigen Hotelikone fort. Dabei bleibt die Architektur nicht blosse Kulisse, sondern wird selbst zum Teil des Erlebnisses.

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Verborgene Seiten Lissabons: Wasserspeicher, Königspalast und eine alte Kirche ohne Dach

Azulejo-Fassaden, prächtige Plätze und historische Stadtpaläste prägen das Bild Lissabons. Doch manche der spannendsten Seiten der portugiesischen Hauptstadt bleiben von aussen nahezu unsichtbar. Hinter Mauern und Fassaden, unter Gärten und Strassen verbergen sich monumentale Wasserspeicher, jahrhundertealte Versorgungssysteme, königliche Wohnräume und aussergewöhnliche Architektur. Wer genauer hinschaut und vor allem hineingeht, entdeckt fünf Orte, die überraschende Einblicke in Lissabons Geschichte gewähren.

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Leading Hotels of the World nimmt sechs neue Luxushotels in Europa, Asien und Afrika auf

The Leading Hotels of the World (LHW) würdigt die aussergewöhnlichsten unabhängigen Luxushotels der Welt und setzt sich weiterhin für Häuser ein, die die Kultur, das Erbe und den Charakter ihrer jeweiligen Destination widerspiegeln. Im Oktober erweitern sechs neue Mitglieder die Kollektion in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika. Jedes von ihnen bietet eine eigene, unverwechselbare Perspektive auf luxuriöse Gastlichkeit und verkörpert zugleich die Werte, die LHW auszeichnen.

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Kunsthotel Engelwirt: Anna Leonhardt lädt im November 2026 zu Artist Talks und Brunch ein

Wenn es überhaupt einen Ort gibt, auf den der Begriff Kunsthotel zutrifft, dann ist es der Engelwirt im oberpfälzischen Altmühltal: Hier findet man nicht nur zeitgenössische Kunst bis in den letzten Winkel, sondern lebt auch regelmässig mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern unter einem Dach. Im November 2026 zieht Anna Leonhardt für eine Residency in den Engelwirt ein und gibt Kunst-Aficionados einen exklusiven Einblick in ihr malerisches Schaffen. Durch ihre Werke schweben Objekte wie Ufos durch ein All voller Farben, inspiriert vom Wechsel ihrer unterschiedlichen Wohn- und Arbeitsorte Berlin und New York. „Ich bin viel mehr am Prozess interessiert als an einem fertigen Bild“, sagt Anna Leonhardt. Einige ihrer Arbeiten sind in den Räumen des Hotels zu sehen, darunter Papierarbeiten.

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Historische Gasthäuser neu belebt: Tradition mit zeitgemässem Komfort verbinden

Historische Gasthäuser prägen Dorfplätze, Passstrassen und alte Verkehrswege. Ihre getäferten Stuben, kräftigen Mauern und regionaltypischen Fassaden erzählen von einer Zeit, in der Wirtshäuser zugleich Treffpunkt, Herberge und öffentlicher Nachrichtenraum waren. Eine neue Nutzung kann diese Baukultur erhalten, verlangt jedoch eine sorgfältige Verbindung von historischer Substanz, zeitgemässem Komfort und tragfähigem Betrieb. Die Wiederbelebung beginnt deshalb nicht mit einer neuen Einrichtung oder einer nostalgischen Speisekarte. Zuerst müssen Schutzstatus, Bauzustand, Raumstruktur und wirtschaftliches Potenzial geklärt werden. Erst danach lässt sich entscheiden, welche Elemente restauriert, welche ergänzt und welche betrieblichen Ideen im vorhandenen Gebäude tatsächlich funktionieren.

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Historische Gebäude als Hotel nutzen: Charakter und Komfort verbinden

Historische Gebäude als Hotel zu nutzen, eröffnet besondere Chancen: Gäste übernachten in Räumen mit sichtbarer Geschichte, während wertvolle Bausubstanz eine neue wirtschaftliche Grundlage erhält. Damit aus einem Baudenkmal oder einem erhaltenswerten Altbau ein funktionierender Beherbergungsbetrieb wird, müssen jedoch Architektur, Denkmalpflege, Brandschutz, Haustechnik und betriebliche Abläufe früh zusammengeführt werden. Erfolgreiche Projekte behandeln den Bestand nicht als dekorative Kulisse, sondern als Ausgangspunkt für ein eigenständiges Hotelkonzept. Komfort und Charakter stehen dabei nicht zwangsläufig im Widerspruch. Gut geplante Eingriffe verbessern Schlafqualität, Raumklima, Sicherheit und Zugänglichkeit, ohne historische Oberflächen oder gewachsene Raumfolgen zu verdrängen. Entscheidend ist eine sorgfältige Bestandsanalyse: Erst wenn Tragwerk, Materialien, frühere Umbauten und schützenswerte Elemente bekannt sind, lässt sich beurteilen, welche Nutzung zum Haus passt.

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Historische Hotels der Schweiz: Baukultur zwischen Tradition und zeitgemässem Betrieb

Historische Hotels gehören zu den anschaulichsten Zeugnissen der Schweizer Tourismus- und Baugeschichte. Grandhotels, Kurhäuser, Gasthöfe und ehemalige Pensionen erzählen von frühen Bahnverbindungen, alpinen Kuren, mondänen Gesellschaftsreisen und der Entwicklung ganzer Ferienorte. Ihre Zukunft hängt jedoch nicht allein von restaurierten Fassaden und originalen Salons ab. Erst ein wirtschaftlich tragfähiger Hotelbetrieb hält diese Häuser dauerhaft lebendig. Daraus entsteht eine anspruchsvolle Aufgabe: Historische Raumfolgen, Oberflächen und Ausstattungen sollen erhalten bleiben, während Brandschutz, Gebäudetechnik, Arbeitsabläufe und heutiger Komfort weiterentwickelt werden. Gute Lösungen verstecken die Gegenwart nicht vollständig und drängen sie ebenso wenig in den Vordergrund. Sie behandeln den Bestand als Ausgangspunkt für präzise, zurückhaltende Eingriffe.

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Graubünden: Landschaft, Geschichte und Kultur im grössten Kanton der Schweiz

Graubünden vereint alpine Landschaften, historische Verkehrswege und drei Sprachräume auf aussergewöhnlich engem Raum. Tiefe Täler, vergletscherte Berggruppen, Seenlandschaften und gewachsene Dörfer prägen einen Kanton, dessen Regionen trotz ihrer Unterschiede eng miteinander verbunden sind. Die Landschaft bildet dabei weit mehr als eine eindrucksvolle Kulisse. Sie beeinflusst Siedlungen, Architektur, Sprachen und wirtschaftliche Möglichkeiten. Historische Passübergänge, mittelalterliche Bündnisse, die Rhätische Bahn und der Schweizerische Nationalpark erzählen davon, wie sich Menschen über Jahrhunderte mit einem anspruchsvollen Lebensraum arrangiert haben.

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Kanton Luzern erleben: Sehenswürdigkeiten, Natur, Kultur, Genuss und Ausflüge

Im Kanton Luzern liegen städtische Kultur, Seenlandschaften, voralpine Berge und bäuerlich geprägte Regionen ungewöhnlich nahe beieinander. Morgens führt der Weg durch die Gassen der Luzerner Altstadt, am Nachmittag durch ein Hochmoor im Entlebuch – und dazwischen bleibt Zeit für eine Schifffahrt, ein Schloss oder ein überraschend modernes Museum. Wer Luzern nur auf Kapellbrücke, Vierwaldstättersee und Pilatus reduziert, sieht deshalb lediglich den bekanntesten Ausschnitt. Der Kanton reicht von den dicht besiedelten Gemeinden rund um die Hauptstadt bis ins ländliche Seetal, an den Sempachersee, ins Luzerner Hinterland und in die Bergwelt des Entlebuchs.

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Historische Burg Rotberg modernisiert: Mehr Komfort und besserer Brandschutz

Die Jugendburg Rotberg bei Mariastein hat im April 2026 ihre Teilsanierung 2024–2026 abgeschlossen. Die Gäste der historischen Jugendherberge können sich auf renovierte Zimmer freuen – und mit einer neuen Objektinstallation mit Rätsel noch tiefer in die Vergangenheit abtauchen. Das Team vom Architekturbüro Groenlandbasel hat unter anderem die Zimmer aufgewertet und den Brandschutz verbessert. Die Burg Rotberg wird seit 1935 als Jugendherberge betrieben. Als historisches Bauwerk benötigt sie regelmässige bauliche Erneuerungen, um ihre Substanz zu erhalten und gleichzeitig den Anforderungen eines sicheren und zeitgemässen Gästebetriebs zu entsprechen. In den beiden Sanierungsetappen standen die behutsame Renovation der Zimmer mit neuen hochwertigen Einbauten und Möblierung sowie brandschutztechnische Verbesserungen im Zentrum.

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