Design trifft Seele – Sechs Hotels als lebendige Kunstwerke
von belmedia Redaktion Allgemein Business Europa Familie Kulinarik News Romantik Wellness
Von den eleganten Strassen Mailands bis zu den stillen Kanälen von Kurashiki: Diese sechs Hotels sind mehr als Orte zum Übernachten – sie sind Ausdruck ihrer Umgebung, ihrer Geschichte und ihres kulturellen Erbes.
Jedes dieser Häuser verwandelt Architektur, Handwerk und Atmosphäre in eine Erzählung, die den Charakter seiner Stadt spürbar macht – ob in den sonnenverwöhnten Gassen Miamis oder den industriell inspirierten Räumen von Tbilisi. Sie verkörpern Design als Erlebnis, das lokale Identität in Form, Farbe und Material weiterträgt.
Italien – STRAF, Mailand
Im STRAF trifft Mailands Doppelnatur aufeinander: industrieller Pragmatismus und künstlerischer Stil. Designer Vincenzo de Cotiis verbindet rohe Materialien mit avantgardistischen Formen, inspiriert von Mailands Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg und der Arte Povera-Bewegung.
Die Atmosphäre erinnert an den Duomo-Bezirk – elegant, experimentell, urban. Handgefertigte Details und klare Linien spiegeln Mailands Designtradition von Castiglioni bis Albini wider. STRAF ist eine Hommage an das kreative Selbstverständnis der Stadt: mutig, minimalistisch und sinnlich zugleich.
Vereinigtes Königreich – Sir Devonshire Square, London
In Londons lebendigem Spitalfields-Viertel verbindet das Sir Devonshire Square historischen Charme mit zeitgenössischem Stil. Das Haus befindet sich in einem restaurierten Lagerhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem einst Seide gelagert wurde.
Designer Samuel Wright von Maison 191 kombiniert Backstein, Stahl und Textilien zu einem klaren, modernen Konzept mit Bauhaus-Elementen. Öffentliche Räume wie Bar und Innenhof fördern den Austausch – ganz im Sinne der kreativen Szene Ostlondons. In den Zimmern sorgen Naturmaterialien und handgewebte Stoffe für Wärme und Authentizität.
USA – The Shelborne by Proper, Miami Beach
An der Collins Avenue, im Herzen des Art-Deco-Viertels, liegt das The Shelborne by Proper – ein ikonisches Gebäude aus den 1940er-Jahren, das mit tropisch-modernem Flair neu inszeniert wurde.
ADC Atelier kombiniert Travertin, Holz und sanfte Küstentöne zu einem Interieur zwischen Retro-Glamour und lässiger Eleganz. Handgefertigte Möbel, lateinamerikanische Kunst und natürliche Materialien verankern das Hotel in der kreativen Kultur Miamis. Die Poolterrasse und die öffentlichen Bereiche spiegeln die gesellige Energie der Stadt wider.
Georgien – Rooms Hotel, Tbilisi
In einem ehemaligen sowjetischen Verlagshaus im Stadtteil Vera hat das Rooms Hotel Tbilisi ein neues Kapitel städtischer Kultur aufgeschlagen. Dunkles Holz, Stahlrahmen und grosszügige Fenster verbinden industriellen Charme mit georgischer Seele.
Das Interieur – eine Mischung aus 1930er-Jahre-New-York und lokaler Handwerkskunst – schafft eine Atmosphäre von Offenheit und Austausch. Lounge, Restaurant und Bar sind urbane Treffpunkte, während Zimmer mit privaten Terrassen Ruhe und Rückzug bieten.
Japan – Yoruya, Kurashiki
Zwischen den historischen Kanälen Kurashikis liegt das Boutiquehotel Yoruya – ein stilles Refugium, das japanische Tradition und modernes Design vereint. In einem ehemaligen Kimonohaus aus der Meiji-Zeit verbindet es Holz, Ton und Papier zu einer harmonischen Ästhetik.
Im Mittelpunkt steht das Konzept „Kanoza“ – ein Raum der Begegnung rund um Licht, Wärme und Handwerk. 13 individuell gestaltete Zimmer greifen lokale Materialien wie igusa-Gras, Glas und Keramik auf. Das Restaurant mit Zypressentheke und die kleine Bar schaffen authentische Nähe zur regionalen Kultur.
Mexiko – Hotel Sevilla, Mérida
Im Herzen von Méridas Altstadt verwandelt sich eine historische Villa des 19. Jahrhunderts in das elegante Hotel Sevilla. Architekten Zeller & Moye und Salomón Sacal bewahrten Steinmauern, Bögen und Holzbalken und kombinierten sie mit skulpturalen Betonelementen.
Tageslicht fällt durch Innenhöfe und Glasdächer auf ruhige Terrassen, einen Pool und grüne Patios. Die minimalistische Farbwelt – Weiss, Grau, Schwarz – lässt handwerkliche Akzente wirken: geflochtene Henequén-Lampen, Messingdetails und feine Tischlereiarbeiten. So entsteht ein Raum, in dem Geschichte und Gegenwart leise miteinander sprechen.
Quelle: Design Hotels™ / Marriott International
Bildquellen: STRAF Milano, Sir Devonshire Square London, The Shelborne by Proper, Rooms Hotel Tbilisi, Yoruya Kurashiki, Hotel Sevilla Mérida